Leckeres ist schlecht für die Zähne

Die Drittklässler der Johannes-Grundschule wussten schon einiges, als Zahnarzt Dr. Ludwig Hermeler ihnen am Donnerstagmorgen ein wenig auf den Zahn fühlte: "Karius und Baktus, das sind die Gesellen, die Löcher in die Zähne bringen." Die Kinder erfuhren zuerst aus berufenem Munde genauer und ausführlicher, wie diese Gesellen in unheilvoller Zusammenarbeit den harten Schmelz des Zahnes durchlöchern können.
Zahnarzt Hermeler will vor allem aufklären und für den Arbeitskreis Zahngesundheit im Kreis Steinfurt im Rahmen des Grundschulkonzeptes "Gesund im Mund" alle Grundschulklassen mit je einer Doppelstunde über wichtige Anliegen der Zahngesundheit informieren.
Das geschah am Donnerstag ganz locker. Zunächst wurden Bilder mit dem Aufbau eines Zahnes erklärt und die richtigen Begriffe an den richtigen Stellen platziert.
Dann verteilten sich die Jungen und Mädchen auf fünf kleine Tisch- und Arbeitsgruppen und arbeiteten sich mit praktischen Übungen durch die Problematik von Kariesentstehung und -verhütung. Dazu gehöre auch das regelmäßige und täglich mehrmalige Zähneputzen, erinnerte Dr. Hermeler.
Das Konzept "Gesund im Mund" verteilt alle Themenschwerpunkte wie "Zahnputztechnik", "Zahnkunde" bis "Experimente zur Fluoridierung" in der 4. Klasse gleichmäßig auf die Grundschulzeit.
Eine der Tischgruppen hatte es in sich. Das erfuhren die Kinder allerdings erst nach genauerem Hinsehen. Dort lagen verführerisch schöne Dinge: Zuckerstückchen, Bonbons, ein Glas mit Nutella, Brausegetränke und andere süße Köstlichkeiten. "Aber alles Attrappen aus Kunststoff oder aufgemalt", warnte Hermeler schmunzelnd vor heimlichen Naschzugriffen. Alle verstanden schnell und einige wussten längst, worauf es ankommt: Überall ist viel Zucker enthalten und der verursacht in Kombination mit Bakterien die schädlichen Karieslöcher. Was dagegen tun? Vor allem weniger Süßes essen und gründlich Zähne putzen.

Wer nascht, solllte sich gründlich die Zähne putzen, damit die Bakterien keine Chance haben.

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