Zwei Spenden für das "Anni-Poll-Haus" der Caritas

Der Wunsch: ein "digitaler Aktivtisch"


RHEINE-MESUM. Anlass zur Freude hatten am Mittwoch die Bewohnerinnen und Bewohner des Anni-Poll-Hauses, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung des Caritasverbandes Rheine. Denn von der Zahnarztpraxis Ludwig Hermeler gab es eine Spende in Höhe von 650 Euro. Das Geld stamme, so Herr Hermeler, aus Metallspenden seiner Patientinnen und Patienten, weil jene das Gold aus Zahnersatz und Kronen der Praxis überlassen, die dann den Erlös daraus für soziale Zwecke in Mesum weitergibt.

Bei der Übergabe freute sich Ludwig Hermeler, der zugleich Vorsitzender des VMV ist, als "bunte und vielfältige Abrundung" im Jubiläumsjahr der Gemeinde "650 Jahre Mesum", dass dieses Geld zeitgerecht zum Hausjubiläum "zehn Jahre Anni-Poll-Haus" käme.

Gleichzeitig teilten Ute Schroot als stellvertretende Verbandsleiterin und Britta Borreee als Hausleiterin mit, dass vor wenigen Tagen Hilde Achterkamp in Zusammenarbeit mit der Volksbank Mesum eine Spende von 1320 Euro überreicht wurde. Auf die Frage nach der Verwendung der Spendengelder ließen Verbund- und Hausleitung durchblicken, dass "wir dazu schon eine schöne Idee haben", wenngleich allerdings für diese Zielvorgabe noch einiges fehle: "Wir wünschen uns für das Anni-Poll-Haus einen digitalen Aktivtisch, einsetzbar für vielfältige Aufgaben und Einsätze in der täglichen Betreuung und Bildungsarbeit."

Auf einem solchen Aktivtisch können vor allem Menschen mit Behinderung durch Berührung mit der Hand in vielgestaltiger Form lernen, spielen und kreativ ihre Freizeit verbringen. Vergleichbar wäre eine solche Einrichtung mit den Whiteboards in den Schulen. Aber beide Frauen wussten um das Problem: "Die Anschaffungskosten können bis in den fünfstelligen Bereich gehen. Da müssen wir noch viel ansparen und etliche Zeit warten." Aber gleichzeitig gaben sie sich auch optimistisch: "Hier vor Ort in Mesum haben bisher die Menschen uns und unser Anliegen immer gern unterstützt.

Ludwig Hermeler (M.) übergibt Ute Schroot (2. v. l.) und Britta Borree (2. v. r.) den symbolischen Spendenscheck.